Die Loftwohnung – eine moderne Wohnform
Die Loftwohnung, kurz auch einfach Loft genannt, ist eine ganz besondere Wohnform, die es bereits vielen, vorwiegend jüngeren Menschen, angetan hat. Entstanden sind die ersten Mietwohnungen dieser Art bereits in den 1940er Jahren in den USA. Damals wurden alte Fabrikhallen und Industriegebäude, die nicht mehr genutzt wurden, zu Wohnzwecken umgestaltet. Anfangs reichte es aus, auf einer Etage einige Möbel aufzustellen, schon galt sie als Loftwohnung.
Das Besondere an dieser Form der Wohnung, die oft als Eigentumswohnung angeboten wird, ist die Offenheit und Größe. In einer Loftwohnung werden kaum Wände genutzt, lediglich die Außenwände bleiben stehen, im Inneren gibt es, wenn überhaupt, nur eine abtrennende Wand zum Badezimmer. Auch die Grundfläche einer Loftwohnung ist riesig, was auf die Bauweise von Lager- und Fabrikhallen zurückzuführen ist. Hinzu kommen hohe Decken. Durch diese Freiheit, ohne Wände und mit hohen Decken leben zu können, entsteht ein völlig neues Raumgefühl.
Einst galt die Loftwohnung als günstiger Wohnraum für Künstler, Schriftsteller und andere kreative Freiberufler. Heute steht sie auch als Mietwohnung zur Verfügung. Allerdings ist sie mittlerweile nicht mehr zum günstigen Wohnraum zu zählen. Unter anderem liegt dies daran, dass die Loftwohnung heute aufwändig umgebaut wird, bevor sie auf den Markt kommt, so dass die Kosten schnell in die Höhe steigen.
Wer offenes Wohnen, viel Licht und Freiraum und riesige Räume mag, der wird mit einer Loftwohnung aber besonders gut beraten sein. Erkannt haben dies auch die zahlreichen Künstler Leipzigs. Dort stehen noch heute unzählige nicht mehr genutzte Industriegebäude aus der Zeit der ehemaligen DDR zur Verfügung, die zu einer Loftwohnung umgestaltet werden. Von der Künstlerszene der Stadt werden diese Mietwohnungen sehr gut angenommen.



